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Fristen und Fristenablauf für eine Kündigungsschutzklage

Nach § 4 KSchG gilt:

„Will ein Arbeitnehmer geltend machen, dass eine Kündigung (...) rechtsunwirksam ist, so muss er innerhalb von drei Wochen nach Zugang der (…) Kündigung Klage beim Arbeitsgericht (…) erheben (…)“

Mit unserem Rechner berechnen wir diese Drei-Wochen-Frist. Wir berücksichtigen dabei keine Feiertage der einzelnen Bundesländer. Sollte der Fristablauf auf einen Feiertag fallen, ist Fristablauf der nächste Werktag. Die Kündigungsschutzklage muss unterschrieben am letzten Tag der Frist bei dem Arbeitsgericht eingegangen sein. Sinnvoll ist natürlich, nicht bis zum letzten Tag der Frist zu warten. Bevor Sie sich auf unseren Rechner verlassen, fragen Sie bitte einen Rechtsanwalt nach dem konkreten Fristablauf. Unser Rechner kann nur eine erste Einschätzung geben. Entscheidend für den Fristablauf ist der Zugang der Kündigung, denn ab da beginnt die Frist zu laufen. Über den Zeitpunkt des Zugangs der Kündigung gibt es häufig Streit.

Arbeitgeber werfen Kündigungen abends um 23:00 Uhr in den Briefkasten, der Arbeitnehmer findet die Kündigung erst am nächsten Morgen um 10:00 Uhr. Dann beginnt die Frist zu laufen? Ein Arbeitgeber übergibt dem Arbeitnehmer im persönlichen Gespräch im Personalbüro die Kündigung, die der Arbeitnehmer aber nicht annimmt und liegen lässt. Drei Tage später findet der Arbeitnehmer diese Kündigung in seinem Briefkasten. Wann beginnt die Frist zu laufen? Der Arbeitgeber übergibt dem Arbeitnehmer auf dem Tennisplatz die Kündigung, die der Arbeitnehmer nicht annimmt. Wann beginnt die Kündigungsschutzklagefrist zu laufen? All das sind Fallkonstellationen, die Sie bitte mit Ihrem Anwalt intensiv besprechen und den Fristablauf berechnen. Wenn Sie die Kündigungsschutzklage-Frist nicht einhalten und sei es nur um einen Tag, gilt die Kündigung als wirksam. Es gibt allerdings Wiedereinsetzungsmöglichkeiten. Wenn Sie diese Zeilen lesen und feststellen, dass Sie die Frist versäumt haben, beauftragen Sie unverzüglich einen Rechtsanwalt, der prüft, ob eine Wiedereinsetzung möglich ist. Nur weil dieser Rechner meint, die Kündigungsschutzklage-Frist sei versäumt bedeutet das noch lange nicht, dass sie keine Rechte mehr haben. Der Gang zu einem Rechtsanwalt für Arbeitsrecht macht dann besonders viel Sinn.

 
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